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Müllvermeidung

Unter Müllvermeidung versteht man, dass man bereits im Vorfeld als Konsument überlegt, wie man zumindest Teile seine täglichen Lebens mit etwas weniger Müll bzw. Rohstoffverbrauch durchführen kann.

Dass das nicht einfach ist, erklärt sich von selbst, da z.B.: schon beim Einkauf die Verpackung "mitgeliefert" wird. Ohne Zweifel muss man natürlich auch sagen, dass viele Produkte ohne Verpackung nicht oder kaum transportabel oder lagerfähig wären. Aber meistens ist es eine zuviel statt einer überlegten Verpackung.

Es gibt dennoch immer wieder erstaunliche Ansätze, um Abfall zu vermeiden oder zumindest wieder in interessante und vor allem auch brauchbare Produkte zu verwandeln.

Unter dieser Rubrik möchten wir im Laufe der Zeit interessante Tipps aus verschiedenen Quellen zusammenstellen. Vielleicht hat der eine oder andere selber noch eine zündende Idee
: )

AWAW Müllvermeidungsratgeber

Kunststoffe


Kunststoffe oder Kunstststoffverpackungen begleiten unser tägliches Leben. Viele tägliche Handgriffe sind automatisch mit Kunststoffen verbunden. Die Zahnpastatube, die Zahnbürste, das Schampoo für die Haare, das Putzmittel fürs Bad, das Spülmittel zum Abwaschen, die Plastikstasche zum Einkaufen.....um nur einiges zu nennen.

Während in unseren Breiten Verpackungenskunststoffe als Wertstoff gesammelt, getrennt, wiederverwendet oder thermisch aufbereitet werden, stellen sie weltweit gesehen ein großes Problem dar. Vor allem die Weltmeere haben mit riesigen Teppichen aus Abfällen zu kämpfen, die größtenteils aus Kunststoffen bestehen. Man fragt sich natürlich berechtigt: Wie kann es sein, dass solche Mengen ins Meer gelangen ?

Daneben ist ein modernes Leben mit Kommunikation und Fortbewegung ohne Kunststoffe nicht vorstellbar bzw. machbar (Handy, Computer, Fahrzeuge...). Täglich werden neue Kunststoffarten erfunden. Kunststoffe an sich sind nicht das Problem, sondern der sorglose Umgang damit. Vor allem auch deshalb, weil Kunststoffe eine sehr lange Lebensdauer haben und teilweise Jahrhunderte vergehen, bis sie in der Natur abgebaut sind. Bei diesem Abbauprozess entstehen häufig Mikroplastikteilchen, die sich über Schneeschmelze, Bäche und Flüsse bis in die Meere gelangen. Dort ist es nicht mehr weit bis in den Nahrungskreislauf von Meerestieren. Die Medienberichte sind leider voll davon.

> Eine Podiumsdiskussion zu dieser Problematik findet am 21.03.2019 in Kufstein statt ... mehr
 


Vermeidung und Einschränkung


Die Einschränkung von Kunststoffen im täglichen Leben erfordert ein generelles Umdenken in unseren Konsumgewohnheiten.
Alles was vom Einweg- und Wegwerfgedanken wegführt, ist schon positiv.

Kleine Ansätze dazu wären:

im Geschäft:

- statt Plastiktasche Papiertasche verwenden
- statt Plastiktasche Kartons verwenden
- Plastiktaschen mehrfach verwenden
- Tasche ins Geschäft mitbringen
- Einkaufstaschen aus Stoff / Papier verwenden
- Obst oder Gemüse, das ohne Schutz auskommt (Bananen, ...) auch ohne Kunststoffbeutel kaufen
- Obst oder Gemüse im Papierbeutel kaufen
- bei Selbstbedienung bei Gebäck statt Plastikhandschuhen Zangen verwenden (wenn vorhanden)
- Mineralwasser / Limonaden wieder verstärkt in Glasflaschen kaufen
-

zu Hause:

Viele Kunststoffverpackungen schauen zwar optisch sehr ansprechend aus, erlauben aber oftmals keine
wirkliche Restentleerung bzw. Verwendung bis zum Ende.

- Putzmittel / Reiniger länger verwenden durch wirkliche Restentleerungen (Deckel abnehmen...)
- die Anzahl der Putzmittel überdenken / braucht man wirklich für alles separate Reiniger, die nicht wirklich aufgebraucht werden
- Zahnpasta länger verwenden durch einen einfachen Schnitt mit der Schere am hinteren Ende, sobald vorne nichts mehr rausdrücken kann; es ist erstaunlich wie viel Zahncreme da oft noch drin ist.

- Sirup wieder selber ansetzen statt Verdünnungssaft in der Kunststoffflasche kaufen
 

Lebensmittel - Mittel zum Leben - nicht zum Entsorgen


Egal wie man hin oder herrechnet, es ist unglaublich, wie viele Lebensmittel nicht ihre wirkliche Bestimmung - Mittel zum Leben - finden. In Österreich fallen laut einer aktuellen Studie des Ökologie-Instituts jährlich 760.000 Tonnen Lebensmittelabfälle und -verluste an. Gut die Hälfte davon gilt als potentiell vermeidbar.
Viele Lebensmittel landen sogar ungeöffnet im Restmüll, obwohl das Ablaufdatum noch nicht erreicht ist und sie noch genießbar wären. Umgerechnet sind das 150 Sattelschlepper - jeden Tag ! Der Wert der Lebensmittel, die von einem österreichischen Haushalt rein statistisch jedes Jahr weggeworfen werden, entspricht etwa 300 bis 400 Euro. Die Entsorgungskosten sind hier nicht mitgerechnet !
(Quellen: Mutter Erde / Kurier / wastecooking / Stadt Wien)


In der heutigen Konsumgesellschaft ist der verantwortungsvolle Umgang mit Lebensmitteln vielfach abhanden gekommen und damit auch das Wissen über sinnvolles Einkaufen, Lagern, vorausschauendes Kochen, Resteverwertung. Auch die Erwartungshaltung seitens der Konsumenten, dass z.B.: Brot am späten Nachmittag immer noch frisch sein muss und nichts ausverkauft sein darf, trägt dazu bei.

Was alles möglich ist, hier finden sich empfehlenswerte Links:
dietafeln.at
www.wastecooking.com
united-against-waste.at
www.muttererde.at/essen-verschwenden-ist-mist/
www.muttererde.at/motherearth/uploads/2016/03/2016_Lagebericht_Mutter-Erde_WWF_OeOeI_Lebensmittelverschwendung_in_Oesterreich.pdf