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Bioabfälle müssen getrennt werden

Rund ein Drittel der Haushaltsabfälle sind biologisch. Diese Abfälle müssen getrennt entsorgt werden und dürfen nicht in den Restmüll gelangen.
> Möglichkeit 1:
Biomüllentsorgung durch die Gemeinde
> Möglichkeit 2:
Selber kompostieren

AWAW BIOTONNENRATGEBER

trennen = Pflicht    
Wer nicht selber kompostiert, muss seinen Bioabfall über das Biotonnenystem der Gemeinde entsorgen.
Die Biotonne (Behälter) wird von der Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt.
Die Entleerung erfolgt in der Saison wöchentlich, immer am Donnerstag, ab 07.00 Uhr.
In der Nebensaison findet die Abholung 14-tägig statt. Die Termine werden immer rechtzeitig bekannt gegeben.
 

So gehts !
Anruf im Umweltbuero 2597 oder auf der Gemeinde 8110. Adresse bekannt geben. Nach einer Lagebewertung wird die Biotonnen wird in den nächsten Tagen zugestellt. Der Behälter bleibt im Eigentum der Gemeinde Wildschönau.

Was kostet die Biotonne ?
Prinzipiell kostet eine Entleerung pro Liter 0,075 € + 10 % MWST

Eine volle Biotonne (120 Liter Fassungsvermögen) kostet 9,90 Euro inkl. 10 % MWST.
Die Abrechnung erfolgt per Vorschreibung seitens der Gemeinde.

 

Idealerweise erfolt die Aufstellung der Biotonne im Freien,
an einem schattigen Platz. Überdachung ist natürlich für die Befüllung*
von Vorteil. (Schlechtwetter...).
Damit die Inhalte der Biotonne leichter entleert werden können und die
Tonne sauberer bleibt, bitte immer Einlagesäcke aus Stärke (120 Liter)
verwenden. Diese sind jederzeit beim AWAW oder auf dem Gemeindamt
kostenlos erhältlich.
Nach der Entleerung bitte wieder einen neuen Sack in der Tonne anbringen.
Aus hygienischen Gründe sollte man die Biotonne regelmäßig auswaschen.

Zur Entleerung bitte Biotonne an der Grundstücksgrenze bereitstellen.
Im Winter auf Schneefreiheit und Zufahrtsmöglichkeit achten - danke !

 Obst- und Gemüseabfälle:
> Schalen
> Lebensmittel- und Speisereste (auch verdorben)
> Fleisch- und Wurstreste, Knochenreste (geringe Mengen)
> Kaffee- und Teesud (inkl. Filter)
> Küchentücher,
> Zeitungspapier,
> Eierlagen...


Nicht geeignet:
x Flüssiges Material (Suppen abseihen...)
x große Mengen von Fleisch, Wurst und Knochen
x Eierschalen
x Staubsaugerbeutel und Inhalte
x Windeln und menschliche Fäkalien
x Kohleasche (schwermetall- und sulfathältig)
x Restmüll,
x Problemstoffe,
x Speiseöle, - fette

Wer holt meinen Biomüll ab ?
Seit über 15 Jahren wird der Wildschönauer Biomüll mit dem "Bioexpress" von Wolfgang Schmid
aus Westendorf in Zusammenarbeit mit einem Gemeindearbeiter abgeholt.
Die Bereitstellung der Biotonne an der Grundstücksgrenze ist das Zeichen für den Bioexpress, dass
entleert werden soll.

Die Verarbeitung erfolgt seit 2013 in der Verbandskläranlage Kirchbichl.

 

Warum wurde meine Biotonne nicht entleert ?

Gründe könnten sein:


> Die Biotonne wurde zu spät / am falschen Tag bereit gestellt.
   (Entleerung immer am Donnerstag, ab 07.00 Uhr früh)

> Zufahrt war nicht möglich. (Fahrzeuge / Schnee /....)

> Biotonne nicht an Grundstücksgrenze bereit gestellt

> Trennung nicht ordnungsgemäß / falsche Inhalte
   bei unsachgemäßer Trennung kann die Biotonne erst
   nach erfolgter Aussortierung seitens des Besitzers entleert werden.

Verbandskläranlage Kirchbichl
Rund 12 Gemeinden liefern ihren Biomüll an die Verbandskläranlage in Kirchbichl.
Dort wird der Biomüll in mehreren Verarbeitungsschritten getrennt, aussortiert,
um schließlich aus dem Biogas Strom zu gewinnen.

Stromgewinnung

Mit diesen Jenbacher Gasmotoren wird aus den Bioabfällen Strom erzeugt.

AWAW KOMPOSTIERRATGEBER

trennen = Pflicht     
Rund ein Drittel der Haushaltsabfälle sind biologisch. Diese Abfälle müssen getrennt entsorgt werden und dürfen nicht in den Restmüll gelangen. Durch die Eigenkompostierung kommt man dieser Pflicht nach. Sie ist kostensparend, da man bis auf den Komposter keine Aufwendungen hat. Wenn man ihn selber baut, dann sind die Kosten mehr als überschaubar.

Die Chinesen 
Bereits vor 4000 Jahren setzten die alten Chinesen auf die Kompostierung. Den aus den Gartenabfällen gewonnen Humus verwendeten sie um Felder zu düngen und den Boden fruchtbar zu machen. Sie bedienten sich dabei eines der tollsten Prinzipien der Natur, nämlich des Kreislaufs.

Eigene Erde
Heutzutage bringt diese alte Methode zwei Vorteile: Man muss kaum Dünger und Erde für den Garten kaufen und - eine ordentliche Eigenkompostierung vorausgesetzt - nicht beim Biomülltonnensystem der Gemeinde mitmachen.

Es gibt auf dem Markt eine enorme Auswahl an Kompostern. Wer handwerklich geschickt ist, kann natürlich auch selber einen zimmern : ) Bei einigen industriell gefertigten Modellen wird der Luftzufuhr zu wenig Beachtung geschenkt. Auch ist das Umstechen bzw. neu aufsetzen ist bei manchen Ausführungen schwierig.
Egal welches Modell, diese Grundregeln gelten für alle:

So sollte ein Komposthaufen angelegt werden:

  • halbschattig
  • nach unten offen
  • oben abdecken (mit Brettern, Stroh, Vlies...)
  • genug Luftzufuhr ermöglichen
  • Platzbedarf je nach Größe 2 - 3 m²

Luftzufuhr + Abdeckung

Um eine optimale Verrottung zu gewährleisten bitte folgendes beachten:

  • Damit der Kompost nicht erstickt, muss für genügend Luftzufuhr gesorgt werden. (Schlitze, Löcher...)
  • Eine Abdeckung oben schützt vor zu viel Nässe.
  • Zum Boden hin bleibt der Komposter offen, damit Kleinlebewesen hinein gelangen können. Diese wandeln den Bioabfall in Erde um.
  • Zusätzlich sollte man eine Fläche zum Sammeln von Strauchschnitt, Heckschnitt, übrige Erde... bereithalten.

So gehts nicht !
Es genügt nicht, einfach alle organischen Abfälle auf einen Haufen zu werfen. Der Nachbar würde sich in Kürze über die Geruchsbelästigung beschweren. Der Inhalt des Komposters verrottet nämlich nicht, sondern verfault und zieht unerwünschte Tiere und Insekten an.
Abwechslung ist das halbe Leben
Das wichtigste Rezept lautet: Aufbau in Schichten
- abwechselnd trocken - nass
z.B.: feuchte Küchenabfälle - trockenes Laub
z.B.: feuchtes Küchenabfälle - Erde
Woher trockenes Material ?
Neben dem Komposter Erde, Laub, Reisig...sammeln. Dieses bei Bedarf dazugeben.

TIPP :
> Die oberste Schicht des Komposthaufens sollte immer trockenes Material sein, so hält man Fliegen und anderes Getier ab.
> Es ist eigentlich nicht nötig zu Beginn sogenannte Kompoststarter zu verwenden. Bei richtigem Aufbau kommt der Rottevorgang von selbst in Gang.

 Obst- und Gemüseabfälle:
> Schalen
> Lebensmittel- und Speisereste (auch verdorben)
> Fleisch- und Wurstreste, Knochenreste (geringe Mengen)
> Kaffee- und Teesud (inkl. Filter)
> Eierschalen
> Haare, Federn,
> Holzasche
> Papiertaschen-tücher,
> Küchentücher,
> Zeitungspapier,
> Eierlagen...

Aus dem Garten:
> Laub;
> Grasschnitt - trocken
> Baumschnitt - zerkleinert
> Heckenschnitt - zerkleinert
> Topfpflanzen
> Schnittblumen
> Erde...

Nicht geeignet:
x Flüssiges Material (Suppen abseihen...)
x große Mengen von Fleisch, Wurst
und Knochen
x Staubsaugerbeutel und Inhalte
x Windeln und menschliche Fäkalien
x Kohleasche (schwermetall- und sulfathältig)
x Restmüll,
x Problemstoffe,
x Speiseöle, - fette

Die Heinzelmännchen
Für den Umbau der Bioabfälle sind Mikroorganismus und Kleintiere veranwortlich,
die über die Erde in das Innere des Komposthaufens gelangen
Das brauchen die Microorganismen und Kleintiere zum Leben:
> genug Sauerstoff und Luftzufuhr
> nicht zu viel Nässe (wie ein ausgepresster Schwamm)
> trockenes und feuchtes Material gemischt

Die Temperatur steigt
Ist der Komposthaufen richtig aufgesetzt (abwechselnd feuchtes - trockenes Material) steigt innerhalb kurzer Zeit die Temperatur im Haufen auf ca. 45° - 65° Grad.
Während dieser Phase wird das eingebrachte Material hygienisiert, sprich gereinigt. Dabei werden Keime, schädliche Bakterien und Unkrautsamen weitgehend abgetötet. Diesen Vorgang nennt man Vorrotte.

Das Volumen nimmt ab
In der Hauptrotte verliert der Komposthaufen an Volumen. Das geschieht, weil die organischen Stoffe zersetzt und umgebaut werden. Danach (Nachrotte) sinkt die Temperatur im Haufen und allerlei Getier (Regenwürmer, Kompostwürmer, Springschwänze, Asseln, Tausendfüßler ...) wandert ein. Diese Organismen sorgen dafür, dass krümeliger, gut riechender Humus entsteht.

Auflockern
Wer eine gute Qualität seiner Komposterde gewährleisten möchte, sollte zwischendurch seinen Komposthaufen immer ein wenig auflockern, damit genug Luftzufuhr herrscht. (z.B. mit Gabel, Spaten...)
Ist er sehr trocken, kann man auch ruhig einmal ein wenig gießen.

Neu aufsetzen
Nach ca. 3 Monaten sollte man den Komposthaufen neu aufsetzen (siehe Aufbaurezept). Dadurch erhöht sich wieder die Temperatur im Haufen und der Rottevorgang kommt wieder in Schwung. Es sind auch schon die ersten Anzeichen von Komposterde zu finden. Einfach bei der Öffnung unten nachschauen. Die Erde sollte feinkrümelig und schwarz sein und nach Wald riechen.

Feuchtigkeit testen
So testet man die Feuchtigkeit:
Handvoll Kompost herausnehmen - wenn sich etwas Feuchtigkeit herausdrücken lässt, dann ist es richtig gemacht.

Hilfe, mein Komposthaufen...

1) stinkt

> Auffälligkeit:
Der Komposthaufen stinkt, die Inhalte verfaulen es finden sich weiße Maden...
> mögliche Fehlerquelle:
Zu viele Küchenabfälle auf einmal; keine Abwechslung mit Gartenabfällen; zuwenig Luftzufuhr; selten oder nie durchmischt; ein Schutz gegen Feuchtigkeit (Regen..) ist nicht vorhanden
> mögliche Abhilfe:
Man kann zuerst versuchen mit Steinmehl und Zeitungen das nasse Material zu trocknen, auch Erde eignet sich sehr gut; dann mit Spaten oder " Haue " ordentlich umrühren, damit Luft zukommt.
Fruchtet das nichts, Kompostbehälter abbauen, (vielleicht auch gleich reinigen) und Haufen neu aufsetzen (siehe Kompostaufbau) und abdecken.

2) lockt Tiere an
> Auffälligkeit:
Der Komposthaufen lockt unerwünschte Tiere an
(Vögel, Ratten...)
> mögliche Fehlerquelle:
Küchenabfälle liegen frei an der Oberfläche; vor allem Fleisch-, Wurstreste
> mögliche Abhilfe:
Küchenabfälle immer mit Erde, Laub abdecken, noch besser ins Innere des Haufens einbauen.
>> sollte sich ein Igel oder Spitzmaus sich im Haufen finden ist das ein gutes Zeichen !

3) verrottet nicht
Auffälligkeit:
Die Verrottung kommt nicht in Gang, der Haufen bleibt immer gleich hoch...
> mögliche Fehlerquelle:
Es sind zuviel Gartenabfälle auf dem Haufen.
> mögliche Abhilfe:
durchmischen mit Küchenabfällen + leicht befeuchten, sonst neu aufsetzen

kein Erfolg ? Wir kommen gerne vorbei uns schauen uns den Komposthaufen an -
Anruf genügt: 2597

 

 

 

> Frischkompost (4-8 Monate alt)
ist angerotteter Bioabfall mit hoher biologischer Aktivität. Er enthält geringe Mengen keimhemmender organischer Säuren und ist gegen Unkrautsamen wirksam.Für junge oder gerade keimende Pflanzen ist er ungeeignet.
Anwendungsgebiet :
Düngung von Obstbäumen, Sträuchern, Zierhölzern - nur leicht in den vorhandenen Boden einarbeiten

> Reifkompost (ab ca. 8 Monaten)
Zeichnet sich durch schwarze, krümelige Erde aus, die nach Wald riecht.
Anwendungsgebiete:
für Zierpflanzen, Balkonblumen, für den Kräutergarten, Gemüsebeete;
zur Rasendüngung (einfach dünne Schicht aufstreuen)
für die Herstellung von Erde (ca. 20 - 50 % mit herkömmlicher Erde mischen)

> Altkompost (ca. 2 Jahre alt)
Lässt sich nicht mehr als Dünger verwenden, da die Nährstoffe ausgewaschen oder gebunden sind. Eignet sich aber sehr gut zur Sanierung von schweren, verdichteten Böden. Einfach leicht in den Boden einarbeiten.

allgemeine Vorteile von Komposterde:

Bevor man Kompost verwendet, sollte man ihn absieben. Am besten macht man das mit einem Gitter.
Der Siebrückstand kommt wieder zurück auf den Komposthaufen.

1) natürliche Düngung
Bei Kompostdüngung nehmen die Pflanzen nur so viel Nährstoffe auf, wie sie brauchen. Sie werden nicht "überdüngt", weil die Nährstoffe langsam und fließend abgegeben werden.
2) Schädlingsabwehr
Weil keine Überdüngung stattfindet, sind die Pflanzen gesünder und widerstandsfähiger, und somit weniger anfällig gegen Schädlinge. Die enthaltenen Mikroorganismen halten schädliche Bodenorganismen in Schach.
3) Bodenverbesserung
Wegen seiner krümeligen Struktur ist Kompost in der Lage Wasser zu halten und er sorgt für Luftaustausch. Der Humusanteil im Kompost macht den Boden anhaltend fruchtbar. Außerdem lockert er schwere Böden. Er wirkt gegen Versauerung